BARF-Rechner

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Nach gängigen BARF-Richtwerten

BARF-Rechner für Hunde

Tages- und Wochenmenge, Fleischanteile und Lachsöl in wenigen Sekunden — sachlich, ohne Anmeldung.

Eingaben

Hundegewicht
kg
Alter
Aktivitätslevel
Trächtig oder säugend Erhöht den Bedarf um 50 %

Tagesration

500 g 2,0 % KG

entspricht 3.500 g pro Woche

BARF-Aufteilung

  • 80 % Muskelfleisch 400 g
  • 10 % Rohe fleischige Knochen (RFK) 50 g
  • 5 % Innereiendavon 13 g Leber 25 g
  • 5 % Obst & Gemüse 25 g
Lachsöl
5 g (1 g / 5 kg KG)
Mahlzeiten / Tag
1–2

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BARF-Rechner · Berechnung nach gängigen BARF-Richtwerten · Keine Cookies, kein Tracking

So rechnet der BARF-Rechner

Der Rechner arbeitet in zwei Schritten. Zuerst bestimmt er die Tagesmenge als Prozentsatz des Körpergewichts. Dieser Prozentsatz hängt vom Alter ab, bei erwachsenen Hunden zusätzlich vom Aktivitätslevel. Danach teilt er die Tagesmenge auf die einzelnen Komponenten auf.

Die Aufteilung folgt einem in der Rohfütterung verbreiteten Schema: 80 % Muskelfleisch, 10 % rohe fleischige Knochen, 5 % Innereien (davon die Hälfte Leber) und 5 % Gemüse. Dazu kommt Öl als Faustregel – etwa 1 Gramm je 5 Kilogramm Körpergewicht. Ein 25-Kilo-Hund landet damit bei rund 5 Gramm täglich.

Wichtig vorweg: Das sind Orientierungswerte, kein Ernährungsplan. Zwei Hunde mit gleichem Gewicht können unterschiedlich viel brauchen – Stoffwechsel, Kastration, Rasse, Temperatur und Alltag spielen hinein. Die verlässlichste Rückmeldung liefert nicht der Rechner, sondern dein Hund: Bleiben die Rippen gut fühlbar, ohne hervorzustehen, und ist die Taille von oben erkennbar, passt die Menge ungefähr.

Die Prozentwerte im Überblick

LebensphaseAnteil am KörpergewichtMahlzeiten pro Tag
Welpe, 2–4 Monate7 %4
Welpe, 4–6 Monate5 %3–4
Welpe, 6–12 Monate4 %3–4
Junghund, 12–24 Monate3 %3
Erwachsen, wenig aktiv1,5 %1–2
Erwachsen, normal aktiv2 %1–2
Erwachsen, sehr aktiv3 %1–2
Senior, ab 8 Jahren1,5 %1–2

Bei tragenden Hündinnen rechnet der Rechner das Anderthalbfache der Erwachsenen-Menge. Das ist eine grobe Näherung: Trächtigkeit und Säugezeit verändern den Bedarf so stark und so schnell, dass hier eine tierärztliche Begleitung sinnvoll ist.

Welpen: warum der Prozentsatz mit dem Alter fällt

7 Prozent klingen nach viel – und das sind sie auch. Ein Welpe baut in wenigen Monaten Knochen, Muskeln und Organe auf und verbraucht dabei je Kilo deutlich mehr Energie als ein ausgewachsener Hund. Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich das Wachstum, deshalb sinkt der Anteil von 7 über 5 auf 4 Prozent.

Der Punkt, der in der Praxis am häufigsten untergeht: Der Rechner arbeitet mit dem aktuellen Gewicht, nicht mit dem Endgewicht. Ein Welpe, der heute 6 Kilo wiegt, bekommt 420 Gramm. Wiegt er drei Wochen später 9 Kilo, sind es 630 Gramm. Wer die Menge einmal ausrechnet und dann monatelang beibehält, unterversorgt den Hund schleichend. Wieg deinen Welpen deshalb alle ein bis zwei Wochen und rechne neu.

Ein zweiter Punkt betrifft vor allem große Rassen: Beim wachsenden Skelett zählt nicht nur die Gesamtmenge, sondern auch das Verhältnis von Kalzium zu Phosphor. Sowohl zu wenig als auch zu viel Kalzium kann die Skelettentwicklung stören. Wenn du einen Welpen barfst, gilt das besonders für große Rassen, lohnt sich ein Termin in der Tierarztpraxis oder bei einer qualifizierten Ernährungsberatung – bevor Wachstumsprobleme entstehen, nicht danach.

Junghunde: 3 Prozent bis etwa zum zweiten Geburtstag

Zwischen dem 12. und 24. Monat ist ein Hund optisch oft schon erwachsen, aber noch nicht fertig. Große Rassen schließen ihr Wachstum später ab als kleine. Für diese Phase setzt der Rechner 3 Prozent an und schlägt drei Mahlzeiten vor.

Der Übergang zur Erwachsenen-Menge passiert nicht an einem Stichtag. Sinnvoller ist es, die Menge über einige Wochen abzusenken und dabei die Figur im Blick zu behalten. Nimmt der Hund zu, war der Schritt zu früh oder zu groß; wirkt er schlanker, kannst du langsamer reduzieren.

Senioren: weniger Energie, nicht automatisch weniger Eiweiß

Ab etwa acht Jahren rechnet der Rechner mit 1,5 Prozent. Der Hintergrund: Ältere Hunde bewegen sich meist weniger, die Muskelmasse nimmt ab, der Energiebedarf sinkt.

Eine häufige Verwechslung dabei – weniger Energie bedeutet nicht automatisch weniger Protein. Ältere Hunde verlieren Muskulatur, wenn sie zu knapp mit hochwertigem Eiweiß versorgt werden. Praktisch heißt das: eher an Gesamtmenge und Fettanteil drehen als am Fleischanteil.

Zwei weitere Dinge ändern sich mit dem Alter: Zahnstatus und Verdauung. Harte Knochen sind für einen Hund mit schmerzenden Zähnen keine gute Idee – weichere, fleischige Knochen oder gewolfte Varianten sind dann die praktikablere Lösung. Und wenn ein älterer Hund ohne erkennbaren Grund abnimmt, ist das kein Fall für eine Mengenkorrektur, sondern für eine tierärztliche Abklärung.

Abnehmen: die Prozentzahl nicht einfach halbieren

Für Hunde, die abnehmen sollen, ist die Einstellung „wenig aktiv“ mit 1,5 Prozent der richtige Ausgangspunkt – mit zwei Einschränkungen.

Erstens führt eine drastische Kürzung selten zum Ziel. Der Hund hat Hunger, bettelt, und die Muskulatur baut mit ab. Als Orientierung gilt in der Praxis ein Verlust von etwa ein bis zwei Prozent des Körpergewichts pro Woche. Bei einem 30-Kilo-Hund sind das rund 300 bis 600 Gramm – schneller ist nicht besser.

Zweitens: Liegt das aktuelle Gewicht deutlich über dem Ziel, rechne die Menge auf das angestrebte Gewicht statt auf das Ist-Gewicht. Sonst schreibst du das Übergewicht fort.

Der oft übersehene Hebel liegt ohnehin nicht in der Hauptmahlzeit: Kauartikel, Trainingsleckerli und Reste summieren sich. Wer die Tagesmenge sauber berechnet, die Extras aber nicht mitzählt, wundert sich über ausbleibende Erfolge. Und bevor du an der Menge drehst – wenn ein Hund trotz normaler Fütterung zunimmt oder auffällig schnell abnimmt, gehört das abgeklärt. Hinter Gewichtsveränderungen können Erkrankungen stecken, die sich nicht wegfüttern lassen.

Wo der Rechner an seine Grenzen stößt

Die Prozentwerte sind Erfahrungswerte aus der Rohfütterungspraxis, keine individuelle Rationsberechnung. Als Startpunkt für einen gesunden erwachsenen Hund funktionieren sie gut. In diesen Fällen reicht ein Rechner nicht:

  • Trächtigkeit und Säugezeit
  • Vorerkrankungen, besonders an Nieren, Leber, Bauchspeicheldrüse oder Schilddrüse
  • Futtermittelunverträglichkeiten und Allergien
  • Welpen großer Rassen
  • Hunde, die dauerhaft Medikamente bekommen

Dann ist eine berechnete Ration aus der Tierarztpraxis oder einer qualifizierten Ernährungsberatung die sichere Variante.

Ein Sicherheitshinweis zum Schluss, unabhängig von jeder Menge: Knochen werden ausschließlich roh gefüttert. Beim Erhitzen verändert sich ihre Struktur, sie splittern scharfkantig und können den Verdauungstrakt verletzen. Gekochte Knochen gehören nicht in den Napf.